Sprengung Kraftwerk Knepper: Zahlen | Daten | Fakten

19.02.2019

Die Sprengungen sind sehr erfolgreich verlaufen. Um 11:25 Uhr wurde das
Kesselhaus mit angrenzendem Treppenhaus/Fahrstuhlschacht gesprengt. Rund 8
kg gelatinöser Sprengstoff und eine geringe Menge plastifizierter Sprengstoff
haben exakt bis zu 63 mm Stahldicke durchtrennt. So lag nach 4 Sekunden das
Gebäude passgenau in dem dafür vorbereiteten Fallbett. Übrig bleiben gut 9.500
t Stahlschrott. Um diese Präzision zu erreichen, wurden im Vorfeld einige
Probesprengungen zu Messzwecken durchgeführt.


Um 12:10 Uhr folgte die zweite Sprengung. Kühlturm und Schornstein kamen
dabei zu Fall. Dank rund 60 kg gelatinösem Sprengstoff, der in rund 900
Bohrlöchern versenkt wurde und mit Unterstützung von Kippgelenken zur
Richtungspräzision, lag der Schornstein nach gut 12 Sekunden genau an der
dafür vorgesehenen Stelle am Boden.


Der Kühlturm wurde mit rund 150 kg Sprengstoff, verteilt auf gut 600
Bohrlöcher, zu Fall gebracht und lag bereits nach 3 Sekunden am Boden. Hier
kommen mit beiden Gebäuden gut 19.000 t Stahlschott/Bauschutt zusammen.
Der Rückbau der gesprengten Objekte wird über die nächsten 3 Monate
andauern. Dazu werden gut 30 Großgeräte und ungefähr 60 Mann im Einsatz
sein. Das mineralische Abrissmaterial, welches den Großteil ausmacht, verbleibt
direkt auf dem Gelände und wird für die Nachnutzung verwendet. Die übrigen
Materialien werden der Prozesskette wieder zugeführt.


Unter der Einbeziehung von Statikern, Gutachtern und Sachverständigen von
Polizei, Feuerwehr und THW gingen der Sprengung in den letzten Monaten
umfassende Sicherheitsplanungen voraus. Mit der Sprengung beauftragt wurde
die Deutsche Sprengunion – ein Unternehmen der Hagedorn-Gruppe.


Der Sprengmeister André Schewcow (39) ist vollends zufrieden und blickt bereits
mit Spannung auf die nächsten Projekte der Deutschen Sprengunion.


Im Oktober 2017 erwarb die Hagedorn Unternehmensgruppe das 580.000
Quadratmeter große Gelände. Nach erfolgter Sanierung und Revitalisierung
sollen die Flächen durch renommierte Projektentwickler, dem
Industrieimmobilien-Konzern SEGRO, vermarktet und an neue Eigentümer
übergeben werden.


Das neue Nutzungskonzept sieht auf der Fläche einen Logistik- und Gewerbepark
vor. Es werden bis zu 3.500 neue Arbeitsplätze entstehen.


Ansprechpartner: Tina Gutmann (gutmann@ug-hagedorn.de)

Quelle für alle Bilder: Unternehmensgruppe Hagedorn


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