Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz ist beschlossen

29.08.2017

Eine bundeseinheitliche und rechtsverbindliche Regelung für das Recycling mineralischer Abfälle – das verspricht der Entwurf zur neuen Ersatzbaustoffverordnung, die als Bestandteil der Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz am 03.05.2017 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Mit dem mehrteiligen Entwurf vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit soll erstmals die Verwertung und der Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe rechtsverbindlich konkretisiert werden.

Wie werden mineralische Ersatzbaustoffe hergestellt?

Mineralische Ersatzbaustoffe werden durch das Recycling von Bau- und Abbruchabfällen, Schlacken aus der Metallerzeugung und Aschen aus thermischen Prozessen gewonnen. Die Verwertung dieser Bauabfälle soll die Kreislaufwirtschaft fördern und so einen Beitrag zur Schonung von Umwelt und Ressourcen leisten.

Damit aus mineralischen Abfällen brauchbare und unbedenkliche Ersatzbaustoffe entstehen, werden sie zunächst sortiert, zerkleinert, gesiebt, gereinigt oder abgekühlt. Nach der Aufbereitung finden sie unter anderem als Baumaterial für technische Bauwerke im Tiefbau, beispielsweise für Straßen, Schienenverkehrswege oder Lärm- und Sichtschutzwälle Verwendung.

Qualität von mineralischen Ersatzbaustoffen

Mit der Ersatzbaustoffverordnung geht auch eine Klassifizierung der einzelnen Baustoffe sowie die Einführung von Grenzwerten für bestimmte Schadstoffe einher. Die Einhaltung dieser Grenzwerte soll mithilfe einer Güteüberwachung vom Hersteller gewährleistet werden. In der Mantelverordnung ist außerdem eine Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung enthalten. Diese soll erstmals rechtsverbindlich bestimmen, welche Materialien in Verfüllungen von Abgrabungen und Tagebauen verwertet werden dürfen. So sollen Grundwasser und Boden langfristig vor Schadstoffbelastungen geschützt werden.

Die Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz soll noch in diesem Jahr von Bundestag und Bundesrat abgesegnet werden und wird ein Jahr nach ihrer Verkündung in Kraft treten.


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