Kasernenstandorte Paderborn: Altlastenprüfung läuft

Die Konversion der Militärstandorte nimmt Fahrt auf.

05.10.2017

Bis zum Jahr 2020 soll der Abzug der britischen Streitkräfte aus Deutschland abgeschlossen sein. In Nordrhein-Westfalen ist die Stadt Paderborn am stärksten betroffen: Insgesamt sieben Kasernenstandorte werden in den kommenden Jahren geräumt. Die Nachnutzung der fünf Areale im Paderborner Kerngebiet (Alanbrooke Barracks, Normandy, Athlone, Dempsey und Barker Barracks) stellt die Stadt vor strukturelle und planerische Herausforderungen, auf die es sich bestmöglich vorzubereiten gilt. Die erste Konversion befindet sich bereits im Anfangsstadium: Seit 2014 werden Pläne für die Nachnutzung der Kaserne Alanbrooke Barracks entwickelt, die seit September 2016 leer steht. Auf dem 18 ha großen Gelände im westlichen Teil der Paderborner Kernstadt könnten im Rahmen eines umfassenden Konversionskonzepts 800 neue Wohneinheiten entstehen.

Altlastenuntersuchung soll Klarheit verschaffen

Bevor die Pläne zur Revitalisierung konkrete Formen annehmen, müssen alle betroffenen Immobilien einer ausgiebigen Altlastenuntersuchung unterzogen werden. Die mehr als 100 Jahre andauernde militärische Nutzung der Flächen könnte nachhaltige Spuren hinterlassen haben. Das größte Risiko sehen die beauftragten Büros Dr. Kerth + Lampe und MSP im Bereich alter Tankanlagen und Schmiermittellager. Bei solch einer Vornutzung sei auch auf zivilen Anlagen immer mit Verunreinigungen zu rechnen. Insgesamt schätzen die Experten das Altlasten-Risiko auf den Kasernengeländen im Stadtgebiet nicht außergewöhnlich hoch ein. Dank der umfangreichen Datengrundlage kann die Historie beinahe lückenlos nachvollzogen werden. In einem nächsten Schritt sollen Verdachtsflächen gezielt untersucht werden, damit eine eventuelle Altlastensanierung möglichst zeitnah erfolgen kann.


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