Interview mit Michael Rebholz von der GESA

»Das Spektrum der Nachnutzungen ist sehr breit.«

11.12.2019

Die GESA Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH ist ein Unternehmen im mittelbaren Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Die GESA verfügt über einen erheblichen Grundbesitz in Berlin und in den neuen Bundesländern. Geschäftsgegenstand der GESA ist die Sanierung und Vermarktung von Grundstücken im Eigenbesitz, insbesondere von ehemals gewerblich und industriell genutzten Flächen, Altdeponien, Grundstücken mit Altablagerungen und sonstigen Grundstücken, die aus dem Bundesbereich stammen. Diese marktfernen Problemliegenschaften, die Altlasten aufweisen und / oder deren Abriss- und Beräumungskosten i.d.R. den Bodenwert übersteigen wurden in der GESA konzentriert und werden dem Wirtschaftskreislauf – sofern erforderlich nach erfolgter Sanierung – wieder zugeführt. Ich leite den Geschäftsbereich Immobilienmanagement, der sich überwiegend mit dem gesamten Spektrum des Property-/ Objektmanagements und des Verkaufs beschäftigt.

B24: Herr Rebholz, ich denke nicht jedem wird die GESA ein Begriff sein. Bitte stellen Sie kurz das Unternehmen sowie Ihren Aufgabenbereich vor?

GESA: Die GESA Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH ist ein Unternehmen im mittelbaren Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Die GESA verfügt über einen erheblichen Grundbesitz in Berlin und in den neuen Bundesländern. Geschäftsgegenstand der GESA ist die Sanierung und Vermarktung von Grundstücken im Eigenbesitz, insbesondere von ehemals gewerblich und industriell genutzten Flächen, Altdeponien, Grundstücken mit Altablagerungen und sonstigen Grundstücken, die aus dem Bundesbereich stammen. Diese marktfernen Problemliegenschaften, die Altlasten aufweisen oder deren Abriss- und Beräumungskosten in der Regel den Bodenwert übersteigen, wurden in der GESA konzentriert. Wir werden sie dem Wirtschaftskreislauf – sofern erforderlich nach erfolgter Sanierung – wieder zuführen. Ich leite den Geschäftsbereich Immobilienmanagement, der sich überwiegend mit dem gesamten Spektrum des Property- und Objektmanagements und des Verkaufs beschäftigt.

B24: Welche weiteren Aufgaben nimmt bzw. kann die GESA wahrnehmen?

GESA: Die GESA nimmt darüber hinaus im Rahmen von Dienstleistungsvereinbarungen für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) altlastenbezogene Aufgaben wahr. Hierzu gehören auch die Verwaltung und Verwertung von zu diesem Zweck in das Eigentum der GESA übertragenen Grundstücke des Finanzvermögens in den neuen Bundesländern.

B24: Wie groß ist das Grundstücksportfolio der GESA und wieviel Prozent der Fläche sind Brownfields mit Nachnutzungspotenzial?

GESA: Das Grundstücksportfolio der GESA umfasst derzeit 1.286 Objekte mit einer Gesamtfläche von ca. 2.092 ha, davon in den Bundesländern Berlin/Brandenburg 517 Objekte mit ca. 1.008 ha, Sachsen 515 Objekte mit ca. 681 ha, Sachsen-Anhalt 129 Objekte mit ca. 225 ha, Thüringen 110 Objekte mit ca. 158 ha und Mecklenburg-Vorpommern mit 15 Objekten und ca. 20 ha. Grundsätzlich hat der überwiegende Teil der GESA Flächen ein Nachnutzungspotenzial. Dieses hängt ab von der Lage und den jeweiligen Marktbedingungen. Das Spektrum der Nachnutzungen ist sehr breit; so werden beispielsweise Flächen für die Nutzung der Windkraft, Photovoltaik oder zur Bebauung mit Ferienhäusern verkauft.

B24: Sie sind Partner von B24, haben aber bisher noch keine Fläche bei uns inseriert. Bis es soweit ist, wo werde ich fündig, bzw. an wen kann ich mich wenden?

GESA: Sie finden einen Ausschnitt unseres Portfolios auf unserer Internetseite (www.gesa-info.de). Interessenten können sich aber auch gerne zentral unter verkauf@gesa-info.de bzw. 030 2451 3182 mit ihrem Anliegen an uns wenden. Dort wird das konkrete Interesse erfasst und der Kontakt zu den zuständigen Kolleginnen und Kollegen hergestellt.

B24: Und zu guter Letzt: Wie schätzen Sie die den Markt für Brownfields ein und ist die Entwicklung solcher Flächen eher Chance oder Risiko?

GESA: In Anbetracht der Flächenknappheit und der damit einhergehenden Konkurrenzen schätze ich den Markt für Brownfields grundsätzlich positiv ein. Das konkrete Chancen-Risiko-Profil hängt dabei insbesondere von den einzelnen Standorten und Rahmenbedingungen ab.


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