Interview mit André Karl von der Karl-Gruppe

»Geht nicht gibt’s nicht. Als Familienunternehmen realisieren wir alles aus einer Hand.«

29.01.2020

Unser Premiumpartner Karl-Gruppe ist eine familiengeführte Unternehmensgruppe aus Bayern, die sich in den letzten Jahrzehnten überregional einen Namen als Projektentwickler und Bauunternehmen aufgebaut hat. Im Gespräch mit B24 erklärt André Karl, Geschäftsleitung der Karl-Gruppe, welche Vorteile und Synergien das Unternehmen im Bereich Brownfield-Entwicklung generieren kann und über welche Kompetenzen die Karl-Gruppe in diesem Bereich verfügt.

B24: Welchen Mehrwert generiert die Karl-Gruppe für das B24-Netzwerk?

André Karl: Projektplanung, Projektsteuerung und Projektumsetzung erfolgen bei uns aus einer Hand. Aufgrund unserer breiten Aufstellung mit einer eigenen Baufirma, Planungs- und Immobilienabteilung können wir Projektentwicklungen schnell, effizient und effektiv umsetzen. Als Familienunternehmen verfügen wir zudem über sehr kurze Entscheidungswege und sind nicht von Gremien mit langwierigen Entscheidungsprozessen abhängig. Bei Bedarf können wir so auch flexibel auf veränderte, äußere Einflüsse und Trends reagieren. Wir sind bekannt für unsere schnellen Entscheidungen und unkomplizierten Lösungen. Davon sowie von unserer Erfahrung und der Bündelung unserer Kompetenzen können auch die Partner des B24-Netzwerks profitieren.

B24: Welche Erfahrungen hat die Karl-Gruppe mit Brownfield-Entwicklungen bereits gemacht?

André Karl: Wir verfügen über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Revitalisierung von Konversionsflächen und haben zahlreiche Industriebrachen einer neuen Nutzung zugeführt. So haben wir beispielsweise in Baienfurt bei Ravensburg eine ehemalige Papierfabrik mit ca. 22 ha Entwicklungsgebiet übernommen und dieses Gelände in einen florierenden Industrie- und Gewerbepark umgewandelt. Heute sind wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen worden als bei der Schließung der Papierfabrik verloren gingen. Ebenso projektieren wir derzeit eine ehemalige Glasfabrik mit einer Größe von ca. 11 ha in Achern, Baden-Württemberg. Hier entsteht ein neues Stadtquartier direkt vor den Toren der Acherner Innenstadt. Darüber hinaus haben wir auch schon leerstehende Gewerbeimmobilien, u.a. drei achtstöckige Bürogebäude gegenüber der Deutschen Börse in Eschborn, revitalisiert und an einen Investor weiterveräußert.

Damit besitzen wir viel Know-how, was die Konversion von Flächen betrifft. Wir sind in der Lage sowohl Stadtquartiere mit überwiegend Wohnnutzung als auch Gewerbeparks zu erschaffen oder Bestandsimmobilien neu zu entwickeln.

B24: Gibt es aktuelle Brownfield-Entwicklungen, in die Sie involviert sind?

André Karl: Wir entwickeln aktuell das zuvor erwähnte Glasfabrikareal in Achern. Der Bebauungsplan wurde im Mai diesen Jahres öffentlich bekannt gemacht, ebenso werden die Neuerschließungsarbeiten planmäßig bis Sommer 2020 abgeschlossen sein. Beinahe alle Parzellen sind schon an Investoren und Bauträger veräußert worden. Damit hat diese Konversion von unserem Ankauf im Sommer 2015 bis heute für ein Projekt dieser Größenordnung in sehr kurzer Zeit stattgefunden.

Außerdem besitzen wir eine stillgelegte Papierfabrik in Albbruck an der Schweizer Grenze. Ähnlich wie in Achern entwickeln wir hier ein neues Stadtquartier. Die Besonderheit bei diesem Projekt liegt darin, dass in nur ca. 600 Metern Entfernung das neue Zentralklinikum des gesamten Landkreises entstehen wird. Diese Fläche haben wir an den Landkreis veräußert. Dadurch erhält auch unsere Projektentwicklung städtebaulich nochmal einen neuen Schwerpunkt. Hier sind die Abbrucharbeiten so gut wie abgeschlossen und der Bebauungsplan befindet sich in Aufstellung.

Ein weiteres Projekt führen wir derzeit ganz bei uns in der Nähe durch. Hier entwickeln wir auf Wunsch der Gemeinde ein neues Gewerbegebiet ausnahmsweise »auf der grünen Wiese«. Unser Ziel ist es, im ersten Quartal 2020 den Satzungsbeschluss zu erhalten und im Frühjahr mit der Erschließung zu beginnen.

B24: Was bieten Sie interessierten Investoren und Bauträgern bzw. Verkäufern und Kommunen, die im B24-Netzwerk nach Unterstützung suchen?

André Karl: Wir sind besonders auf Problemimmobilien fokussiert, also Leerstandsimmobilien aller Art, stillgelegte Industrieareale inklusive Abbrucharbeiten und ggf. Altlastensanierungen oder auch Immobilien in B- oder C-Lagen. Diese Grundstücke und Immobilien übernehmen wir ohne Option, d.h. wir übernehmen ggf. Altlastenrisiken oder anderweitige Risiken und stellen den Verkäufer von allen Ansprüchen frei. Dabei schließen wir sowohl Asset Deals als auch Share Deals ab.

Anschließend entwickeln wir das Areal über beinahe den gesamten Lebenszyklus neu – vom Rückbau vorhandener baulicher Anlagen, Altlastensanierung, Neuerschließung, Baurechtsschaffung bzw. vom Umbau bis hin zur Vermarktung führen wir alles aus einer Hand durch. Wir veräußern die voll erschlossenen Grundstücke bzw. revitalisierten Bestandsimmobilien an Investoren und steigen sozusagen aus den Projekten aus, wenn die Flächen fertig bebaubar bzw. bezugsfertig sind.

Durch die Bündelung dieser Kompetenzen inhouse können wir Projektentwicklungen schnell und verlässlich abwickeln. So entstehen wirtschaftliche und zeitliche Vorteile, von denen auch künftige Investoren profitieren können.


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