Grünes Licht für Folgenutzung beim Kraftwerk Knepper

Aus Gustav wird Gewerbefläche

19.09.2018

Für den geänderten Flächennutzungs- und Bebauungsplan hat die Bezirksvertretung nun grünes Licht gegeben, so dass einer Folgenutzung des Kraftwerksareals nichts mehr im Wege steht. Insgesamt werden auf der rund 78 Fußballfelder großen Fläche, die je zur Hälfte in Dortmund-Oestrich und dem Castrop-Rauxeler Ortsteil Dingen liegt, ein Industrie- und drei Gewerbegebiete entstehen. 32 Hektar sollen dabei auf die Industriefläche auf Dortmunder Boden entfallen. Auf Castroper Gebiet entstehen ein fünf Hektar großes Gewerbegebiet sowie zwei weitere Gewerbeflächen, die auf der ehemaligen Schachtanlage Gustav liegen.

In den letzten Monaten wurden das ehemalige Maschinen- und das Kesselhaus sowie das Verwaltungsgebäude entkernt und eine Schadstoffsanierung durchgeführt. Um die Anwohner während der Bauphase vor Lärm zu schützen errichtete Hagedorn frühzeitig einen begrünten Lärmschutzwall hinter dem Maschinenhaus. Er wird aktuell verlängert, um anliegende Grundstücke abzuschirmen. Darüber hinaus installierten die Fachleute auf dem Kraftwerksgelände Erschütterungssensoren. Ihre Aufgabe: Die Arbeiten überwachen und Alarm schlagen, wenn es zu laut wird.

Ebenfalls neu ist eine Straße, die die Verkehrssituation in den nächsten Monaten für Anwohner einer anliegenden Siedlung entlasten soll. Hagedorn stellte für den Neubau der Straße 25.000 Quadratmeter Gelände zur Verfügung. Unangetastet bleibt ein baumbestandener Bereich im Nordosten des Knepper-Geländes. Er ist und bleibt laut Bebauungsplan „geschützter Landschaftsbestandteil“. Zwischen diesem begrünten Bereich und dem geplanten Gewerbegebiet errichtet Hagedorn im Moment ein sieben Meter tiefes Regenrückhaltebecken, das die Niederschläge der versiegelten Flächen aufnehmen soll.

Als nächstes steht die Sprengung des Kühlturms und des Kraftwerksschornsteins an. Auch bei diesem Schritt wurden die Anwohner beteiligt und frühzeitig informiert. So wurde auf einer Anwohnerversammlung der Ablauf vorgestellt und besprochen. Angepeilter Zeitraum für die Maßnahmen ist November 2018.

Fakten zur aktuellen Situation:
• Rund 100 Arbeiter sind derzeit mit dem Rückbau des Kraftwerks beschäftigt. 
• Für die Dortmunder Seite fehlt noch ein Teil der Abrissgenehmigung. 
• Kühlturm und Silo müssen gesondert gesprengt werden. 
• Dies kann erst geschehen, wenn alle Gebäudeteile auf Dortmunder-Seite abgerissen sind.
   Voraussichtlicher Zeitplan: bis Dezember 2018.


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